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Reise-Tagebuch von Alex -
Frohen Mutes fuhren wir am
Freitag, den 24.10.2003, um 07:55 Uhr von unserem Dojo in Bergisch Gladbach
Richtung Sargenroth los.
Nach ca. 2 ½ Stunden Fahrt kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Sargenroth
an. Nach dem Ausladen des Gepäcks und der Trainingsgeräte erfolgte die Begrüßung
durch den Herbergsvater bzw. den Betriebsleiter der Herberge. Der erste sich
aufdrängende Eindruck war: Es ist kalt aber schön hier. Die Frage war nur,
würde es trocken bleiben? (Es blieb! --Anm. von Frank)

Die
Teilnehmer der Trainings-Fahrt nach Sargenroth vom 24.10. bis 27.10.2003
Das Gebäude wies äußerlich
starke Ähnlichkeiten mit einer Schule auf, drinnen war es zweckmäßig aber wohnlich.
Es gab dort ein Spielzimmer und die Möglichkeit Tischtennis, Billard und Kicker
zu spielen. Ebenso konnte der im Hause vorhandene Pool zum Schwimmen kostenlos
reserviert werden. |
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Die Zimmerverteilung sowie
die Besprechung der Hausordnung und des Wochenendes erfolgte kurz vor dem Mittagessen.
Dabei wurden die Teilnehmer der Fahrt auch in bunt gemischte Arbeitsgruppen
eingeteilt. Einmal, um sich über das Wochenende ein paar Trainingsinhalte gemeinsam
zu erarbeiten und einmal, um sich untereinander besser kennen zu lernen. Um
12:00 Uhr gab es Mittagessen. Nach dem Essen hatten wir ne Verdauungsstunde,
und dann ging es auch schon zu unserem ersten Training. (Die Trainingshalle
war in etwa 15 Minuten Fußmarsch über Felder und durch Sargenroth selbst zu
erreichen.) |
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Auf
dem Weg zum Training |
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Tag 1 (24.10.2003)
Das Training dauerte von 15:00
Uhr bis 17:00 Uhr und lief unter dem Motto Kennenlern-Training.
Wir lernten die Namen der Mitreisenden durch Spiele wie Kofferpacken,
Plumpssack und Luftballonspiele kennen, sowie durch spezielle Grundschul-
und Partnerübungen. Am Ende arbeiteten wir uns noch an ein paar Runden Tauziehen
ab. |
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Reise
nach Jerusalem" einmal anders. |

Ich
hab noch 30 Euro - äh Karateka - auf der Bank. |
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Rebecca
bereitet alles vor... |

...und
die anderen machen alles wieder kaputt! |
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Alle
ziehen... |

...an
einem Strang! |
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Nach dem Training hatten wir
eine kurze Ruhepause bis zum Abendessen um 18:00 Uhr, und hiernach hatten wir
das Schwimmbecken für uns reserviert. Jeder, der wollte, konnte diese Möglichkeit
bis 20:00 Uhr nutzen. Um 20:30 Uhr trafen wir uns dann zu einem Wissensquiz
über Grundlagen des Karate-Do, bei dem jede Gruppe zeigen sollte, was sie so
über die Kampfkunst weiß, die sie ausübt. Dieses Quiz brachte Punkte für die
einzelnen Gruppen und eine Menge Spaß für sämtliche mitreisenden Vereinsmitglieder;
nicht nur durch die Fehler der anderen Teilnehmer, sondern auch
durch die mitunter komische Beantwortung der Fragen. Nach dem Quiz ging es
dann für alle mehr oder weniger schnell ins Bett. |
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Alle
sind satt... |

...selbst
die Jugendlichen! |
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Tag 2 (25.10.2003)
Nach dem Aufstehen und der
(hoffentlich erfolgten) Körperpflege gab es dann um 07:45 Uhr Frühstück, bei
dem mehr oder weniger gut zugeschlagen wurde (eher mehr, Ihr habt
die Küche tatsächlich leergefressen! --Anm. von Frank). Danach hatten wir Freizeit
bis zu unserem 09:30 Uhr-Treffen zwecks Abmarsch zum Training. Das Training
bestand schwerpunktmäßig aus der Konfrontation mit Gefühlen, die in einer Bedrohungssituation
aufkommen, bzw. Selbstbehauptungsübungen, die dazu dienten, die eigenen Grenzen
wahrzunehmen und anderen diese aufzuzeigen. (Z. B. verbales Auf-sich-aufmerksam-machen,
andere durch Ansprechen vom Angriff abhalten, instinktives Herausfinden eines
Aggressors aus einer Gruppe.) Außerdem standen Selbstverteidigungstechniken
auf dem Plan. (Z. B. Partnerübungen mit Hauptziel Atemi-Punkte, auspowern an
der Pratze.) |
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Komm
mir nicht zu nahe! |

Du
dringst in meinen Kreis ein! |
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Aufgestaute
Energie muss raus! |

Hiza
Geri (Kniestoß) gegen Pratzen. |
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Wer
will mir hier was? |

Ich
werd's schon rausfinden! |
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Nach diesem - für manche völlig
neuen - Training gab es Mittagessen. Der darauf folgende Nachmittag stand zur
freien Verfügung. Wer wollte konnte wandern oder schwimmen gehen, an seinen
Gruppenübungen (mit der Gruppe) arbeiten, die Möglichkeiten der Herberge nutzen
oder aber auch sich auf sein Bett legen und lesen bzw. schlafen. |
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Rennen
in der Wäschekiste. |

Für
manches ist man nie zu alt. :-) |
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Der
Billardtisch war sehr beliebt. |

Der
Kickertisch ebenso. |
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Wir trafen uns dann beim Abendessen
wieder. Nach dem Essen hatte man erneut ein wenig Zeit für sich, und dann ging
es auch schon zu unserem abendlichen Training.
Dieses abendliche Training
(das unter dem Namen Dunkeltraining lief) beinhaltete neben dem
Umziehen bei Dunkelheit und einer Schweigepflicht ein eher ruhiges
Training, dessen Thema hauptsächlich das Fließenlassen des Körpers und seinen
Bewegungen war. Zuerst starteten wir mit Partnerübungen, bei denen es darum
ging seinem Partner mit geschlossenen Augen (also hundertprozentig) zu vertrauen,
und mit freier Kata ohne Anspannung. Darauf folgte Kata in Zeitlupe und ein
wenig Grundschule mit auspowern. Schließlich erfolgte ein durch Gefühle geleitetes
Durch-die-Halle-Wandern und eine kurze Meditation. Nach der Meditation bewegten
wir uns ruhig zurück zur Herberge, wo wir den Rest des Abends zur freien Verfügung
hatten.
(Keine Fotos hiervon, da wir
die Leute nicht durch das Blitzlicht stören wollten. Dafür aber nachfolgend
ein Bericht von Karin. --Anm.
von Frank) |
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Es ist Samstagabend - der
zweite Tag unsere Wochenendes in Sargeroth - und ab 20 Uhr steht Dunkeltraining
auf dem Programm
Um 19.30 Uhr gehen wir zusammen über den Feldweg, den wir mittlerweile auch
in tiefer Dunkelheit finden, zur Gemeindehalle, und ich bin schon sehr gespannt
was mich erwartet. Der eisige Wind macht mich wieder wach... (kurz zuvor gab
es Abendessen!
In der Halle angekommen wird das erste Geheimnis schon glüftet: Umziehen bei
völliger Dunkelheit in der Eingangshalle - da wird schon unser aller Tast-
und Spürsinn abgefragt! Dann endlich betreten wir unser "Dojo", und
ein Lichtmeer aus Windlichtern hilft uns einen Platz zu finden. Eine wunderbare
Atmosphäre macht sich breit, und ich spüre, wie die ganze Anspannung im Körper
nachlässt und ich neugierig darauf warte, was Frank und Martin für uns vorbereitet
haben. Was folgt ist eine Mischung aus Grundschule, Partnerübungen - bei denen
man sich fallen lassen kann - und Meditation.
Für mich war dies eine ganz neue Erfahrung, und ich musste feststellen, dass
meine ganze Müdigkeit einer besonderen Ruhe gewichen war und Bilder und Gefühle
auftauchten, die ich schon lange nicht mehr kannte. Was mich sehr beeindruckt
hat, war das Zusammenspiel unserer gemischten Gruppe (Kinder, Jugendliche und
Erwachsene), das gut harmonierte.
--Karin (Späteinsteiger-Gruppe) |
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Nacht vom 25.10 auf den
26.10.2003
In der Nacht vom 25.10. auf
den 26.10. beschlossen ein paar unserer jugendlichen Mitglieder, nämlich Anders,
Lukas und Gregor, die gewonnene Stunde (Zeitumstellung) zu nutzen
und des nachts in der Halle zu trainieren. Auf dem Weg dorthin wurden unsere
ahnungslosen Wanderer dann von einer Horde Bauerntrampel (welche sich allesamt
als Vereinsmitglieder inklusive der Trainer entpuppten) auf dem stockdunklen
Feldweg überfallen und trotz heftigster Gegenwehr gnadenlos zu Boden gerissen,
gefesselt und ihre Niederlage mit Fotos dokumentiert. Unsere Nachtschwärmer
trainierten übrigens dennoch in der Halle! |
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"Schleudert
den Purschen zu Poden!" |

Fesseln
wie beim (Rinder-)Rodeo. |
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Die
Jungs sind ziemlich stark... |

...aber
wir haben sie doch gekriegt. Victory! |
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Tag 3 (26.10.2003)
Beim Frühstück wurde hauptsächlich
über den nächtlichen Überfall gesprochen. Nach dem Frühstück hatten wir die
Zeit bis zum Mittagessen zur freien Verfügung. In dieser Zeit konnte man seine
Gruppenarbeit vertiefen, ein von Martin angebotenes Stocktraining nutzen oder
die Möglichkeiten der Herberge ausnutzen (Billard, Kicker, lesen, wandern etc.). |
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Abhängen... |

...oder
üben. Jeder wie er wollte. |
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Nach dem Mittagessen (welches
wie überhaupt der ganze Service in Sargenroth wieder sehr gut
war) hatten wir noch eine kleine (und bestimmt auch verdiente) Ruhepause. Darauf
ging es dann zu einer etwas anstrengenderen Trainingseinheit. Bei diesem Training
konnten wir uns bei Grundschule, Kata und schließlich bei heftigen Ringkämpfen
richtig gut abreagieren. Außerdem stand ein wenig Selbstüberwindung auf dem
Programm. |
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Aufwärmübung. |

Tsukis
(Fauststöße) im Kiba Dachi (Reiterstellung). |
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"Jetzt
bist Du fällig, Reinhard!" |

Rache
ist süß! |
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Auch
Jagger muss dran glauben. |

Andere
wollen aber auch mal. |
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Nach dem Training konnte man
erneut die freie Zeit nutzen, um wieder schwimmen zu gehen, zu lesen usw. Nur
unsere rachedurstigen Vereinsmitglieder fühlten ihr Rache-Konto noch nicht
ganz ausgeglichen und beförderten Rebecca noch vollbekleidet in den Swimming
Pool. Danach gab es dann lecker Abendessen.
Nach dem Abendessen ging es
dann ans Eingemachte. Wir gingen gemeinsam zur Trainingshalle, um dort dann
den anderen das vorzuführen, was wir die Zeit über in den Gruppen vorbereitet
hatten. |
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Janine,
David, Astrid, Karl und Alex. |

Gregor,
Sten, Lorenzo und Jutta. |
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Thomas,
David, Jens, Rebecca und Gracia. |

Karin,
Jegger, Gerd, Rainer und Jessica. |
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Daniel,
Adrian, Florian und Lukas. |

Christoph,
Anders, Anna, Reinhard und Katja. |
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Nachdem alle Gruppen sehr
gute Leistungen erbracht hatten (Allerdings! --Anm. von Frank),
haben wir uns alle gemeinsam hingesetzt, um über das (nun schon vergangene)
Wochenende zu sprechen und unsere Eindrücke zu schildern. Im Großen und Ganzen
sagten alle: Das Wochenende war toll, die Kameradschaftlichkeit (gerade
im Hinblick auf die unterschiedlichen Altersklassen) bemerkenswert harmonisch
und das Training auf alle (sowohl groß als auch klein) abgestimmt.
Am Ende der Vorführungen nahmen
wir unsere Trainingsutensilien und gingen zurück zur Herberge. Dort fingen
wir schon mal an zu packen und setzten uns dann noch gemütlich zusammen, um
auf Andreas Geburtstag zu warten. Manche fielen aber auch schon mit Klamotten
ins Bett und schliefen sofort ein. |
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Gemütliches
Beisammensein... |

...in
unserem Gruppenraum für's Wochenende. |
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Andrea
ist 21... |

...und
ein paar Unverwüstliche feiern in die Nacht. |
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Tag 4 (27.10.2003)
Nach dem (mehr oder weniger)
gelungenen Aufstehen nahmen wir unser letztes Frühstück ein und sangen gemeinsam
ein Geburtstagslied für Andrea. Dann war endgültig packen und Zimmerräumen
angesagt. Nach der Zimmerräumung hatten wir noch etwas Zeit, die wir unter
anderem für ein Gruppenfoto nutzten (siehe oben). |
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Heimreise. |

Das
Wochenende hat seine Spuren hinterlassen. |
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Die Busfahrt heimwärts verbrachten
die meisten größtenteils schlafend oder in einer eher meditativen Haltung in
der so wenig Krach wie möglich gemacht wurde. Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit
kamen wir um 12:50 Uhr am Dojo an, wo wir den Bus entluden und unsere Trainingsgeräte
wieder an ihren Platz räumten, um danach langsam aber sicher nach einem Aufwiedersehen
nach Hause zu gehen. (Bereits am Abend fanden sich viele ja wieder beim Ferientraining
im Dojo ein.)
Bericht: Alexander Götz
Bilder: Martin und Astrid |
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