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Die Karate-Gemeinschaft Bergisch Gladbach e. V. versteht sich als ein klassisch-traditioneller
Karate-Do-Verein, in dem wir uns tatsächlich als Gemeinschaft begreifen
und nicht als Summe von Individuen, die zufällig das Gleiche lernen. Dies
wird besonders deutlich an der Pflege unseres Dojo,
dem Karate Zen Dojo
Bergisch Gladbach,
an der sich jedes Mitglied nach seiner individuellen Bereitschaft und Möglichkeit
beteiligt.
Karate wird bei uns als Kunst und möglicher
Lebensweg ("Do") gelehrt und geht damit über die rein sportliche
Betätigung und Selbstverteidigung hinaus. Da es sich bei der traditionellen
"Weg-Orientierung" um eine völlig andere Schwerpunktsetzung handelt
als beim Training des modernen Sportkarate, gibt es auch ein paar wesentliche
Unterschiede zwischen unserem Verein und den meisten Sportkarate-Vereinen:
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Der
Verzicht auf den
vergleichenden
Wettkampf
Die Mitglieder der Karate-Gemeinschaft
verzichten auf die Teilnahme an sportlich-vergleichenden Wettkämpfen, bei
denen nur der Sieg über den Gegner zählt. Nicht der Kampf um äußere Anerkennung
soll das Streben unserer Schüler leiten, sondern die kontinuierliche Auseinandersetzung
mit sich selbst. Uns geht es nicht darum wie gut ein Schüler im Vergleich
zu anderen ist, sondern dass er überhaupt lernt und auf seinem Karate-Weg
voranschreiten kann. |
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Karate-Do
(jap.):
"Weg der leeren Hand",
Kampfkunst aus Okinawa, die ursprünglich aus der Synthese
des okinawanischen Tode und des chinesischen Quan-fa entwickelt
wurde ... Karate-do betreibt keine Wettkämpfe und enthält
Schlag-, Stoß- und Tritttechniken, jedoch auch Würfe, Hebel
und Fesselgriffe.
(Aus "Ostasiatische
Kampfkünste -
Das
Lexikon" von Werner Lind) |
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Der Verzicht auf
Gürtelprüfungen
Dem Verzicht auf Gürtelprüfungen
liegt eine ähnliche Sichtweise zugrunde wie dem Verzicht auf die Teilnahme
an Wettkämpfen. Die Schüler sollen üben, ohne sich nur auf die nächste
Gürtelprüfung hin zu orientieren. Die eigentliche Übung hat nicht zwangsläufig
etwas mit Rängen, Gürtelfarben oder Auszeichnungen zu tun, zumal diese
Auszeichnungen aufgrund der heute meist üblichen Verleihungspraxis kaum
mehr das tatsächliche Niveau (bzw. den "Weg-Fortschritt") der
Schüler repräsentieren. Schüler der Karate-Gemeinschaft zeichnen sich durch
(zunehmende) Übernahme von Verantwortung für Ihr Dojo aus und können ihren
Fortschritt anhand des Aufstiegs durch mehrere differenzierte Gruppen überprüfen.
Alle Mitglieder tragen einen weißen Gürtel.
Der Erhalt der
traditionellen Werte und die Auseinandersetzung
mit der Philosophie des Karate-Do
In der Karate-Gemeinschaft
legen wir großen Wert auf die erzieherischen Werte der Karate-Do-Übung,
weshalb uns die traditionelle Etikette und Werte wie Höflichkeit, Achtung
und Respekt des Partners / Gegenübers sehr am Herzen liegen. Wir setzen
uns mit den philosophischen Gedanken auseinander, die hinter dem Karate-Do
stehen, was wir auch über unser Vereinsabzeichen nach außen transportieren: |
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Das Zentrum des Abzeichens
beinhaltet das sino-japanische Schriftzeichen "Do", was übersetzt
so viel bedeutet wie "Weg". Es hat aber auch eine tiefere Bedeutung,
wie "Lehre", "Suche", "Erfahrung", "Entwicklung"
und vieles mehr.
"Do" in den Kampfkünsten meint, dass über
die Übung der Technik der Geist und der Körper sowie die vitale Kraft des
Übenden entwickelt werden sollen. Die Übung hat also immer die Reifung
des ganzen Menschen zum Ziel, sie ist ein Weg zur körperlichen und geistigen
"Meisterung des Ich".
Umgeben ist das Schriftzeichen von zwei Kreisen, die
wiederum die Symbole der zwölf Tierkreiszeichen umschließen. Der Kreis
stellt das zeitlos Ewige, die Vollkommenheit dar. Die Zahl 12 symbolisiert
das eigene Streben nach Ganzheit, Vollkommenheit und Glück. Die Tierkreiszeichen
repräsentieren schließlich die Allverbundenheit. |
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Vereinsabzeichen
der
Karate-Gemeinschaft Bergisch
Gladbach e.V. |
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Neben den oben genannten
offensichtlichen Unterschieden zum Sportkarate finden sich weitere in den
eigentlichen Übungsstunden: Durch die fehlende Wettkampforientierung üben
wir uns auch in Techniken, die in vielen Sportkarateschulen kaum mehr gelehrt
werden, unter anderem Hebel und Würfe. In den Selbstverteidigungsübungen
werden die (fortgeschrittenen) Schüler mit Situationen konfrontiert, die
auch Gefühle wie Bedrohung und Angst einbeziehen. Auch die Übung an traditionellen
Waffen (anfangs vornehmlich dem Stock) gehört zu unserer komplexen Karate-Do-Schulung.
Und nicht zuletzt werden meditative / intuitionsschulende Aspekte in die
Übungen einbezogen. Insgesamt versuchen wir, das Training ganzheitlich
und abwechslungsreich zu gestalten. Aufgrund der fehlenden Fixierung auf
Wettkämpfe haben bei uns auch die eine Chance, die sich bisher nicht vorstellen
konnten Karate auszuprobieren, wie z. B. ältere Menschen (siehe Gruppen). |

Ein paar Eindrücke vom
Training in der Karate-Gemeinschaft: Jede Menge Abwechslung!
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Zusammengenommen möchten wir,
dass unsere Schüler Karate-Do neben der Selbstverteidigung und den sportlich-gesundheitlichen
Aspekten als Weg der Selbsterkenntnis und des persönlichen Wachstums erfahren.
Dazu gehört das Kennenlernen und Beherrschen von Gefühlen, die Fähigkeit seine
individuellen Grenzen immer wieder in Frage zu stellen und zu erweitern, mehr
Gelassenheit zu entwickeln und schließlich über das Selbstverteidigungstraining
die nötige Selbstsicherheit zu erlangen, nicht mehr kämpfen zu müssen. Weitere
Informationen über Karate als Kunst finden sich bei den häufig gestellten Fragen. |
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