|
Am 2. September 2000 begingen
unsere Trainer und Assistenten eine Kanufahrt auf der Lahn. Michael hatte
dies aufgrund einer günstigen Wetterprognose vorgeschlagen und auch organisiert.
Aber wie sollte man es
nach diesem Sommer auch anders erwarten:
Als wir morgens unsere Augen aufschlugen, war es recht bedeckt und trübe,
warme Kleidung war angesagt. Unverdrossen machten wir uns auf den Weg....das
Wetter würde schon werden....Wurde es auch, nämlich immer schlechter.
Als wir schließlich in
unsere Boote stiegen, fing es leicht an zu regnen und es regnete und regnete.
Erschwerend kam hinzu, dass wir auch keine Kanus hatten, sondern Kajaks
und mit jedem Paddelschlag lief uns das Wasser an den Armen entlang hinein
in unsere Pullover - toll! Aber sonst war alles klasse, wenn wir uns denn
einmal auf dem Wasser trafen (Harald "peeste" mit einem unheimlichen
Tempo vorne weg, so dass wir immer bemüht waren irgendwie hinterher zu
kommen). |
|
Beate wünschte sich zwar
lieber festen Boden unter den Füßen, aber nach Stunden (!) hatte sie sich
ans wackeln gewöhnt.
Nach der eigentlich abgesprochenen Strecke von ca. 6 km auf dem Fluß entschlossen
wir uns (leider) dazu, noch ein Stück bis zur nächsten Station dran zu
hängen. |
|

Beate
und Martin (noch) zuversichtlich |
|
Nun ging der Marathon
erst richtig los. Einziger Ruhe- und Treffpunkt waren die Schleusen - welche
Wohltat für die Arme und Hände! Aber wie gehabt, wir jagten Harald hinterher
bis zur nächsten Ausstiegsmöglichkeit...
Nach nunmehr 9 km kamen
wir dort an, nur wo war Harald? Egal, alle Boote schon mal raus (Schwerstarbeit!)
und Harald und Gertrud suchen. |
|
Dirk fuhr einfach mal
an der nächsten Schleuse gucken... Dort fand er die Beiden auch, aber auf
der anderen Seite! Was das hieß könnt ihr euch denken: Nach ungläubigen
Staunen und einem kleinen Aufstand wieder die Boote ins Wasser, durch die
Schleuse und wieder zu Harald stoßen. Nun kam der nächste Schreck! Die
nächste Ausstigsmöglichkeit war nicht in der Nähe, also paddeln, paddeln,
paddeln. |
|

Nur
nicht den Anschluß verpassen, Dirk gibt Gas... |
|
Nach unglaublichen 19
km (!) und ca. 5 Stunden Fahrt kamen wir endlich an. Boote raus und bis
zur "nächsten" Bahnstation (2km) laufen - klitsche naß wie wir
waren. Kurz einen heißen Kakao getrunken und mit der Bahn zurück zu unseren
Autos, vorbei an unseren Booten, die 30 m entfernt von einer Bahnstation
am Ufer lagen (?!). Genau, wir auf einem Umweg zur Bahnstation gelaufen!
Nun machten wir uns auf
zu unserem ersehnten Abschluß. Carlo hatte uns angeboten, uns mit Gegrilltem
und Salaten auf einer Campinganlage zu verwöhnen. Er und seine Frau hatten
an alles gedacht, sogar an ein abgeschlossenes, geheiztes Zelt. So konnten
wir uns aufwärmen und uns die Köstlichkeiten, die wir aufgetischt bekamen,
schmecken lassen! An dieser Stelle noch einmal Danke für die Mühe.
So gemütlich beisammen,
getrocknet und gesättigt, fanden wir unseren Ausflug dann doch ganz lustig,
wenn auch etwas feucht! Und dann mußten wir uns auch eingestehen, daß die
Strecke, die wir unfreiwillig gepaddelt waren, die schönste war. Danke
Harald...
(Bericht von Silvia) |
[Startseite] [Aktuelles] [Verein] [Dojo] [Gruppen]
[Zeiten/Beiträge] [Kurse] [Archiv] [Kontakt]
|